13.05.2018

Verrückte Deutsche

Verrückte Deutsche

Wenn man von uns längere Zeit nichts mehr hört, heißt das noch lange nicht, dass sich hier bei uns in Südafrika nichts tut.

Es war so viel los, dass ich keine Zeit gefunden hatte, auch nur daran zu denken, einen neuen Blog zu kreiren.

Für unser Dasein hier in Südafrika ist mittlerweile ein ganz wesentlicher Punkt, dass es endlich gelungen ist, unser Boot offiziell einzuführen. Es ist versteuert worden und wir sind nun von dem bis jetzt unsichtbar über unseren Köpfen hängenden Damoklesschwert des unberechenbaren Zolls befreit, was eine unsagbare Erleichterung ist. Unser Boot und Heim ist nun sicher, es besteht nicht mehr die Gefahr, dass wir gegebenenfalls in einer Nacht- und Nebelaktion die südafrikanischen Gewässer verlassen müssten.

Wir sind hier nun offiziell die Bootseigner einer in Deutschland registrierten, aber in Südafrika eingeführten Segelyacht.

Von diesem Moment an konnten wir damit starten, eine von mir angedachte Idee konkret umzusetzen:

Wir haben begonnen, uns nach einem kleineren Segelboot umzusehen, mit dem wir nun auch wieder mit dem Segeln beginnen können. Unser Boot ist zu groß und zu schwer, um in den südafrikanischen Häfen ein- und auszufahren. Und es würde endlos dauern, unsere Camaheto von einem gemütlichen Zuhause in ein segelfertiges Fahrzeug zu verwandeln: Alle Pflanzen, Dieselcontainer etc. müssten befestigt werden, die Gläser gesichert, PC und lose Teile verpackt werden und und und.

Für eine Stunde Spaß haben bei einem kurzen Segeltrip ist das nicht zu machen.

So haben wir als ersten Schritt damit begonnen, den Liegeplatz direkt neben Camaheto zu kaufen und dann gesucht, um das passende Segelboot zu finden.

Und schon kurze Zeit später haben wir uns für ein südafrikanisches Boot Marke Miura aus dem Jahr 1981 mit einer Länge von 30 Fuß entschieden.

Sie liegt nun neben unserem Hausboot und ist in den letzten Zügen einer kompletten Rundumerneuerung:

Vom Rumpf mit Osmosebehandlung bis hin zur neuen Spraylackierung, neuer Baum, neue Segel, neue Reling und komplett neuer Innenausbau.

Es wurde so gut wie alles herausgerissen, neu konzipiert und neu aufgebaut eingeschlossen neuer elektrischer Leitungen, einem neuen Schaft, neuem Wassertank, neuen Warmwassererhitzer, Herd, Spüle, Kühlschrank, Betten etc. …

 

Nur der Name wurde nicht geändert: MARIAH heißt unser neues Boot.

Richard hatte ab diesem Moment einen neuen Dauerjob mit der Koordination aller notwendigen Arbeiten und wir nähern uns langsam dem Ende.

In Kürze werden wir wieder segeln, was wir beide vermissen. Wir wollen auch anfangen, Rennen mitzusegeln und dann schrittweise die südafrikanische Küste bereisen.

Gleichzeitig haben wir damit auch eine kleine Unterkunft für Familie und Freunde, die uns besuchen wollen mit Betten, winzigem Bad und kleiner Küche mit traumhafter Kulisse in einer der herrlichsten Ecken dieses Landes mit Robben direkt am Steg, erfrischenden Winden und Meerblick.

Und wir sind nun erneut Bootseigner: Eigner einer in Südafrika registrierten und versicherten Segelyacht. Verrückte Deutsche!

Unsere beiden Liegeplätze mit beiden Booten direkt nebeneinander heißen nun

THE   CRAZY   GERMANS   RETIREMENT   ESTATE   !

(Geschenk von Hans, unser Bootszimmermann)

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